Wenn Tarzisius und Georg einen Ministrant:innentag planen…
Am Samstag, 16.09.2023 war es endlich so weit: knapp 250 Ministrant:innen aus Main- und Hochtaunus, eingeladen von Tarzisius (Schutzpatron aller Ministrant:innen) und Georg (Schutzpatron des Bistums Limburg) kamen an der Bonifatiuskapelle in Kriftel zum ersten Regionalen Taunus-Minitag zusammen.
Die Idee für einen gemeinsamen, regionalen Ministrant:innentag kam aus der Runde der Jugendsprecher:innen in Main- und Hochtaunus, in Anlehnung an frühere Bezirks-Mini-Tage. Die Katholische Fachstelle Jugendarbeit Taunus (KFJ Taunus) hat diesen Wunsch aufgeriffen und das ehren- und hauptamtlich besetzten Organisationsteam unterstützt und angeleitet.
Die beiden Hauptprotagonisten des Tages, Tarzisius und Georg wollten alles richtig gut machen und ein breites Spieleangebote auf die Beine stellen: Sie hatten eine Hüpfburg aufgebaut, Kreativ-, Action- und Spielstationen vorbereitet und sogar einen Eiswagen bestellt. Aber eines war ihnen irgendwie durchgerutscht: Der Gottesdienst. So blieb den beiden Heiligen, zusammen mit den anwesenden Ministrant:innen, nichts anderes übrig als die Schutzpatron:innen der neun Pfarreien in Main- und Hochtaunus um Hilfe zu bitten.
Die Pfarreigruppen durften stellvertretend für ihre Pfarreipatron:innen durch ein Kooperationsspiel wichtige Gegenstände, wie Kerzen, Weihrauch und Altartuch für den Gottesdienst freispielen, damit dieser gelingt. Bei einem Picknick im Anschluss gab es Zeit in der Pfarreigruppe für den Austausch und etwas zum Lernen über ihre Pfarreipatron:innen.
Das Organisationsteam wollte mit diesem Tag von Anfang an drei Ziele erreichen:
Erstens Erlebnis und Spaß, zweitens Gemeinschaft in der eigenen Pfarreigruppe und drittens Kennenlernen der anderen Pfarreien der Region. Diese Ziele wurden ganzer Linie erfüllt.
Papyrus bemalen, Freundschaftsbänder knüpfen, Klostampfer-Hockey, Slackline und ein rasendes Geländespiel… Es gab wirklich viel zu erleben für die Ministrant:innen und deren Betreuer:innen. Das absolute Highlight, und genau so hatten sich das Tarzisius und Georg gedacht, war aber der Eiswagen. Und die gute Nachricht zum Schluss: der gemeinsame Gottesdienst konnte dank der tatkräftigen Unterstützung aller Minis stattfinden und war ein wirklich feierlicher Abschluss.
Deutlich wurde in diesem Zusammenhang: Region-Werden funktioniert. Im Jugendbereich und gerade anhand dieser Veranstaltung stellt man fest, dass Synergieeffekte entstehen, wenn Menschen zusammenarbeiten, zusammenwirken und zusammen etwas Großes auf die Beine stellen. Diese Gedanken wurden auch im abschließenden Gottesdienst aufgegriffen: „und genau das ist es aber auch, was euch Minis auszeichnet. Mit dem Herzen bei Gott im Himmel zu sein, aber mit den Händen und den Füßen auf dem Boden der Tatsachen. Denn hier gilt es, die Welt im Sinne Jesu zu verändern, und das macht ihr in all euren kleinen und großen Diensten.“, rief Diözesanjugendpfarrer Stefan Salzmann den versammelten Ministrant:innen zu.
„Wir sind echt froh, dass wir so vielfältige und kreative Menschen und Möglichkeiten in dieser Region haben und sie zusammenbringen können. Ohne dieses große, hoch motivierte Organisationsteam aus unterschiedlichen Pfarreien und die gute Vernetzung in die Pfarreien wäre es nicht möglich gewesen durch den Taunus-Minitag Kirche auf diese Weise erlebbar zu machen und eine so große Gemeinschaft zu erfahren.“, bedankte sich das Team der Katholischen Fachstelle für Jugendarbeit Taunus.
Unsere eigene Pfarrei-Gruppe hatte sichtlich Spaß und Freude an diesem Tag. Mit rund 40 Kinder und 15 Betreuer:innen waren wir die größte Gruppe und konnten uns als gastfreundliche Pfarrei präsentieren. Viele unserer Betreuer:innen haben schon früh morgens beim Aufbau geholfen, haben Stationen betreut, am Gottesdienst mitgewirkt und bis in die Abendstunden abgebaut. Der Gottesdienst konnte nur so feierlich gestaltet werden, da Frau Walter als Küsterin tatkräftig unterstützt hat und die Jugendband St. Elisabeth, mit Unterstützung aus der ganzen Region, der Hl. Messe ihren musikalischen Schwung verlieh.
Vielen Dank an alle, die an diesem Tag so tatkräftig mitgeholfen haben, dass dieser Tag für unsere Minis ein unvergesslicher bleibt.
Wir als Mini-Verantwortliche sind sehr froh zusehen, wie lebendig und große unsere Gemeinschaft ist.
Für die Minis geht’s im Oktober schon weiter: Wir fahren mit über 60 Minis und Teamer:innen nach Würzburg, um die Geheimnisse der Stadt und des Hl. Kilians zu entdecken.
Quelle: Aus dem Bericht der Katholischen Fachstelle für Jugendarbeit Taunus
